Samstag, 11. Dezember 2010

an mich selbst

Ich hab mein Herz zurück erobert,
hab dich geschickt aus meinen Gedanken verbannt,
hab all die Beweise verbrannt,
die Erinnerungen in Alkohol getränkt,
die Tränen mit Freude aufgefangen,
die Bilder einfach gelöscht,
den Tag vergessen,
an dem wir uns zum ersten mal sahen,
ich hab sogar vergessen wer wir waren.

Mittwoch, 10. November 2010

Wer nicht springt, der fällt.

Und einfach so
steh ich wieder da
am Anfangstor
vor einem verschlossenen
Durchgang mit grausigem
Klang.

Ich kämpf gegen an,
heul und schrei,
doch nichts scheint mächtig
genug zu sein
um es von mir zu nehmen,
damit ich es nie wieder seh,
dieses eigenartige Gefühl in mir.

Es staut sich wie in einem See,
manchmal kommt die Ebbe und
manchmal bricht die Flut aus,
aber immer ist das Wasser da
nur nicht immer klar und
definierbar.

Und dann lauf ich wieder
zum Horizont hinunter
und weiß,
dass wenn ich da nicht
hinunter springe ich für
immer fallen werde.

Donnerstag, 4. November 2010

4

Manchmal frag ich mich, was das alles soll.
Eine andere Farbe, ein anderer Geruch.
Hinterher sieht man eh nichts mehr.
Es bleibt nur das, was bleiben soll.

Alles ist perfekt geplant,
versorgt sich selbst mit dummen Verstand,
bricht das Licht in zwei oder drei,
nur um Nachts nicht mehr zu wissen,
ob es nicht vielleicht schon so weit ist?

Wenn der Teil bricht,
den man versteht, steht man da mit nichts
und niemanden, also allein
und wofür soll das nun gut sein?
Dieses hin und her
und immer nur mehr, mehr, mehr?

Ist es nicht manchmal einfach besser so,
nicht danach zu streben, sondern
einfach nur zu Sein? Aber
geht das denn noch?



Sonntag, 31. Oktober 2010

12 Grad

und wie schön es ist,
diesen goldenen Wind zu spüren,
all die Farben zu sehen,
die einen zu Tiefst verführen,
sich in Wärme zu begeben und
die Außenwelt zu beobachten.

Es ist die Zeit, wo man gern
allein ist, sich mit einem Tee,
auch mal fallen lässt,
die Blätter zählt, die hinunterfallen
und sie so lange beobachtet
bis sie sanft auf den Boden prallen.

Es ist so hell und unerklärlich
dunkel und man sieht wie alles
anfängt zu funkeln und man tanzt
zwischen all dem, entfesselt sich selbst
und ist bereit für diese wunderschöne
kalte Welt.

Freitag, 29. Oktober 2010

29

Ist es nicht die Furcht in uns,
die uns weiter bringt?
Ist es nicht der Blick in den Himmel,
der uns aufs neue verblüfft?
Ist es nicht der kalte Wind,
der uns mit sich zieht?
Ist es nicht so, dass wir erst fallen,
bevor wir glücklich sind?

Es ist nie einfach in dieser Welt,
sich so zu zeigen wie es einem selbst am besten gefällt,
man sieht zu viel, man weiß zu wenig,
man steht da und trotzdem
dreht man sich.

Bevor man die Balance verliert,
stützt man sich auf anderen,
vergisst wie es ist und denkt man ist frei,
doch in Wirklichkeit hört er nie auf,
dieser Teufelskreis.



Sonntag, 24. Oktober 2010

love touches your heart just one time

Wenn du alleine bist,
egal wo du bist,
wirst du wissen, dass dir
ein Teil fehlt.

Wenn du alleine bist,
dann denkst du daran,
verstehst es selbst
noch weniger und um
Kraft zu sparen
ignorierst du dein Herz,
lebst einfach weiter
ohne darüber nachzudenken,
dass sie da war.

Irgendwann wenn sie weg ist,
wirst du wissen wie es ihr geht,
denn du weißt es immer,
weil euch etwas verbindet,
was manche nicht verstehen,
was manche nicht sehen,
aber eins ist klar,
es ist da.

nachts

Gute Musik.
Ein paar Bier.
Dunkelheit.
Schweiß, überall.
Menschen über Menschen.
Der Geruch von Alkohol.
Der Geschmack nach Zigaretten.
Sich einfach treiben lassen.

Montag, 11. Oktober 2010

wie.

So wie der Wind die Natur berührt,

so berührst du mein Herz,

ganz sanft, ganz zart

ohne zu fragen.


Du schenkst mir ein Gefühl,

eines, dass ich nicht beschreiben

kann.


Doch ist deine Liebe

wie eine leichte Brise,

erfrischend,

aber nicht von Dauer.

Du gehst und ich

warte auf dich.


Ich habe Wasser,

aber keine Luft.

Ich schweige und

warte, denn ich

habe keinen

Durst. Du kommst nicht,

stehst still,

bewegst weder mich

noch dich.


Du kommst,

wann du willst

und ich nehm dich ein,

dann verschwindest du

und lässt mir nur,

eine Erinnerung,

an die vergangene Zeit.


Komm wieder,

flehe ich, doch

ich sage nichts,

denn ich mag dich.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

00:40

Man sollte immer lächeln
und den Glanz des Lebens
genießen, sich nicht von
unwichtigen Dingen aufhalten
lassen, auch wenn sie nötig
erscheinen, denn man lernt
aus ihnen, wie aus so manch
anderem.

Egal ob Liebe oder Freundschaft,
das wichtigste ist der
innere Frieden,
der Einklang der Seele
mit dem Herzen nicht
mit dem Verstand, denn der
kann einen sehr leicht zum
falschen Weg führen.

Auch wenn das Tageslicht
verbleicht, so weiß man doch,
dass im Himmel Sterne funkeln.

Montag, 4. Oktober 2010

Hej, ich komm nich von hier.

Ich bin hier aufgewachsen,

hab die Sprache nach meiner

Muttersprache gelernt.

Meine Heimat, bleibt

meine Heimat, meine Wurzeln bleiben

meine Wurzeln.

Und obwohl man mich hier

einen Ausländer nennt

und sich über mein Land

lustig macht, so kann

ich besser sprechen und

schreiben als so manch einer,

der von Anfang an, nur das gleiche sieht.

Mittwoch, 29. September 2010

los.

Man kann nicht durch Wolken,
den Himmel sehen,
man kann nicht fliegen,
wenn der Wind still steht.

Bei fallenden Blättern,
kuschelt man sich ein,
man denkt an so vieles
und ist doch allein.

Was ist so falsch daran
einmal glücklich zu sein?

Nur ein Hauch von warmer Luft
im herbstlichen Kuss,
ein kurzer Blick
gegen den kalten Frust.

Freitag, 24. September 2010

jetzt.

Sich so komisch zu fühlen, so leer zu fühlen, nur zu wissen, dass die Gefühle, die einen vorher erfüllt haben gestorben sind und eine leere, einsame Hülle da gelassen haben. So unscheinbar, eine Hülle, die langsam aber sicher anfängt zu zerbrechen und alles was man will ist dass es nicht dazu kommt. Dass die Hülle wieder voller Glück sein wird und voller Leben. Man weiß jedoch, dass es nicht so sein wird. Jedes Stück, das abbricht zerschmettert einen und macht einen ganz klein und plötzlich ist alles was man will alleine zu sein. Nur da zu liegen und zu weinen über das, was einen verfolgt und nicht in Frieden lässt. So einfach geht das nicht. Man denkt so viel nach, fasst neuen Mut und doch denkt man an den alten den man hatte, als alles anfing und wie es sich anfühlte. So wunderschön und nun waren sie tot. Die Gefühle die einen so unermesslich ins Glück trieben und geradewegs hoch flogen sürtzten ab und alles was man sah war der kalte, tiefe Ozean. Der Aufprall kam einem nicht einmal so hart vor. Die erste Zeit war man wie betäubt, doch nach und nach löste sie sich von einem. Plötzlich sah man es ganz klar, dass man alleine war. Überall hatte man Wunden offen, im Salzwasser. Es schmerzte so unfassbar, dass man froh war unter Wasser zu sein, denn unter Wasser konnten Tränen nicht weinen. Man zieht sich zusammen und wartet bis man auf das nächste Hindernis trifft. Man wartet bis man auf den Grund trifft, damit man wieder zurück kann. Man weiß bloß nicht wann und ob man nicht doch noch ein bisschen länger den Grund erforscht, weil man seine Gedanken ordnen will und es nicht eilig hat. Nichts, ja nichts kann man erklären. Alles passiert so, einfach so und verstehen tut man es nicht, denn man will es nicht und man sieht es nicht ein, obwohl man weiß, dass man am Ende doch im Ozean ist.

Verloren.

Jeder Gedanke, jeder Herzschlag irrt in meinen Gefühlen.
Jede Sekunde und all die Stunden brennen auf meiner Haut.
Jede Berührung, jede Hoffnung zerstört die Harmonie.
Jedes noch so belanglose Wort scheint sich zu wiederholen.
Verbannt von der Liebe ist es besser sich selbst zu verletzten,
als das bei anderen zu tun.
Dafür gibt es keine Worte, etwas so schönes so erbitterlich schmerzhaft zu finden.

Samstag, 18. September 2010

An meinen sehr geehrten Deutschlehrer

An einem Samstagabend im September,
schaute ich bei dem,
längst gelandeten,
Raumschiff vorbei.

Es war voller Menschen
von einem anderen Planeten,
doch sie ließen mich eintreten,
denn sie wussten wer ich war.
Ein noch nicht erfolgreicher
Literaturstar.

Ihr Anführer, ein Satiriker,
in weißem Hemd und braunem Jacket,
mit einer Brille auf der Nase und
in der Hand ein heimisches Getränk,
verlas Gedichte und Prosa.

Durch das außergewöhnliche Publikum
schweifte mein Blick und suchte
noch einen anderen Normalen.

Doch ich fand ihn nicht,
diesen schmächtigen Brillenträger,
stets mit kompetenten Worten bewaffnet,
der einst in einer Schulstunde prädigte,
geht hin zu diesem Vortrag,
denn dann müsst ihr selbst nicht lesen,
sondern nur zu hören,
ja sowas in der Art,
sagte einst mein Deutschlehrer.

Doch in der Tat war er nicht da,
wahrscheinlich vor Angst,
da nach seiner ironischen Aussage
über zwei Punkte mehr für jeden,
der sich da verausgabe,
scheint ihm etwas in Erinnerung gerufen zu haben,
das doch im Test der grad geschrieben wurde,
manche die Ironie nicht ganz bevorzugen.