Mittwoch, 29. September 2010

los.

Man kann nicht durch Wolken,
den Himmel sehen,
man kann nicht fliegen,
wenn der Wind still steht.

Bei fallenden Blättern,
kuschelt man sich ein,
man denkt an so vieles
und ist doch allein.

Was ist so falsch daran
einmal glücklich zu sein?

Nur ein Hauch von warmer Luft
im herbstlichen Kuss,
ein kurzer Blick
gegen den kalten Frust.

Freitag, 24. September 2010

jetzt.

Sich so komisch zu fühlen, so leer zu fühlen, nur zu wissen, dass die Gefühle, die einen vorher erfüllt haben gestorben sind und eine leere, einsame Hülle da gelassen haben. So unscheinbar, eine Hülle, die langsam aber sicher anfängt zu zerbrechen und alles was man will ist dass es nicht dazu kommt. Dass die Hülle wieder voller Glück sein wird und voller Leben. Man weiß jedoch, dass es nicht so sein wird. Jedes Stück, das abbricht zerschmettert einen und macht einen ganz klein und plötzlich ist alles was man will alleine zu sein. Nur da zu liegen und zu weinen über das, was einen verfolgt und nicht in Frieden lässt. So einfach geht das nicht. Man denkt so viel nach, fasst neuen Mut und doch denkt man an den alten den man hatte, als alles anfing und wie es sich anfühlte. So wunderschön und nun waren sie tot. Die Gefühle die einen so unermesslich ins Glück trieben und geradewegs hoch flogen sürtzten ab und alles was man sah war der kalte, tiefe Ozean. Der Aufprall kam einem nicht einmal so hart vor. Die erste Zeit war man wie betäubt, doch nach und nach löste sie sich von einem. Plötzlich sah man es ganz klar, dass man alleine war. Überall hatte man Wunden offen, im Salzwasser. Es schmerzte so unfassbar, dass man froh war unter Wasser zu sein, denn unter Wasser konnten Tränen nicht weinen. Man zieht sich zusammen und wartet bis man auf das nächste Hindernis trifft. Man wartet bis man auf den Grund trifft, damit man wieder zurück kann. Man weiß bloß nicht wann und ob man nicht doch noch ein bisschen länger den Grund erforscht, weil man seine Gedanken ordnen will und es nicht eilig hat. Nichts, ja nichts kann man erklären. Alles passiert so, einfach so und verstehen tut man es nicht, denn man will es nicht und man sieht es nicht ein, obwohl man weiß, dass man am Ende doch im Ozean ist.

Verloren.

Jeder Gedanke, jeder Herzschlag irrt in meinen Gefühlen.
Jede Sekunde und all die Stunden brennen auf meiner Haut.
Jede Berührung, jede Hoffnung zerstört die Harmonie.
Jedes noch so belanglose Wort scheint sich zu wiederholen.
Verbannt von der Liebe ist es besser sich selbst zu verletzten,
als das bei anderen zu tun.
Dafür gibt es keine Worte, etwas so schönes so erbitterlich schmerzhaft zu finden.

Samstag, 18. September 2010

An meinen sehr geehrten Deutschlehrer

An einem Samstagabend im September,
schaute ich bei dem,
längst gelandeten,
Raumschiff vorbei.

Es war voller Menschen
von einem anderen Planeten,
doch sie ließen mich eintreten,
denn sie wussten wer ich war.
Ein noch nicht erfolgreicher
Literaturstar.

Ihr Anführer, ein Satiriker,
in weißem Hemd und braunem Jacket,
mit einer Brille auf der Nase und
in der Hand ein heimisches Getränk,
verlas Gedichte und Prosa.

Durch das außergewöhnliche Publikum
schweifte mein Blick und suchte
noch einen anderen Normalen.

Doch ich fand ihn nicht,
diesen schmächtigen Brillenträger,
stets mit kompetenten Worten bewaffnet,
der einst in einer Schulstunde prädigte,
geht hin zu diesem Vortrag,
denn dann müsst ihr selbst nicht lesen,
sondern nur zu hören,
ja sowas in der Art,
sagte einst mein Deutschlehrer.

Doch in der Tat war er nicht da,
wahrscheinlich vor Angst,
da nach seiner ironischen Aussage
über zwei Punkte mehr für jeden,
der sich da verausgabe,
scheint ihm etwas in Erinnerung gerufen zu haben,
das doch im Test der grad geschrieben wurde,
manche die Ironie nicht ganz bevorzugen.